Höhlenkundliche ARGE Rosenstein - Heubach e.V.
 

Alleenspalte

Erforschung der Alleenspalte Frühjahr 2016 begann die Arge Rosenstein Heubach ihre Forschungen in der Alleenspalte auf dem Rosenstein.Die Spalte ist unserem Verein schon lange bekannt, galt aber als nicht befahrbar, was mehrere junge engagierte, schlanke Höhlenforscher widerlegten. Sie konnten die Spalte auf 6.50m befahren. Am Grund der Spalte befinden sich Schutt und Lehm. Unsere älteren Vereinsmitglieder berichten, dass früher hinunter geworfene Steine einen wesentlich größeren Hohlraum annehmen ließen. Bei unserer ersten Grabungsaktion am 4. Mai konnten wir ca. 90 cm. Lehm und Gestein heraus räumen. Ziel unserer Grabungen ist es, zu erfahren,wie weit sich die Spalte in die Tiefe fortsetzt und ob sie vielleicht nur mit einer relativ dünnen Erdschicht verstopft ist, auch, wie weit die Spalte schließlich befahrbar ist und ob Seitengänge vorhanden sind. Da die Spalte recht eng ist, können wir für den Aushub nur sehr schmale Behälter benutzen, die sich auf dem Hoch- und Runterweg trotzdem öfters verhängen. Der zähe Lehm ist aus ihnen nur schwer zu entfernen. Auch die Zahl, der Kameraden, die unten graben können ist sehr begrenzt. Sie müssen schlank genug sein und zudem die Seiltechnik so gut beherrschen, dass sie auch mit wenig Bewegungsfreiheit hinunter und wieder hoch kommen.




Befahrung und Erforschung der Alleenspalte am 21.07.2016

Am 21.Juli 2016 setzten wir unsere Grabung in der Alleenspalte fort, wobei zwei unserer Höhlenforscher erst einmal ein hervorstehendes Felsstück in der Spaltenwand abschlugen, was in der Enge äußerst schwierig und mühsam war.
Anschließend wurden drei Kröten, ein Frosch und zwei große Käfer geborgen, die oben angekommen im Laubboden verschwanden.Die weitere Grabung förderte noch die Schildmütze eines Vereinskameraden zu Tage, die ihm vor vielen Jahren beim Beschauen der Spalte hinuntergefallen war.

Gegen Ende der Grabung prüften wir mit Räucherstäbchen, ob es unten an unserer Grabungsstelle Luftzug gibt.Da sie sich unten schlecht anzünden ließen, steckten wir entzündete Räucherstäbchen in einen Dreckklumpen und ließen sie im Grabungseimer nach unten. Die Kameradin unten stellte damit leichten Luftzug aus einem Loch in der Mitte des Schachtbodens fest.Luftzug bedeutet oft die weitere Fortsetzung einer Höhle.

Zu guter letzt ließen wir noch einen Foto in die Tiefe, damit auch unten an der Grabungsstelle Bilder gemacht werden konnten.

Grabung in der Alleenspalte am 24.09.2016

Bei unserem dritten Grabungstermin am 24.09. waren wir erst einmal nur zu dritt. Kein Wunder, daß die Arbeit anfangs etwas mühsam vonstatten ging.Später jedoch bekamen wir kräftige Verstärkung.Im Laufe der Grabung haben wir nicht nur etliche Eimer Lehm und Gestein nach oben transportiert, sondern auch zwei Kröten,vier Frösche, drei Molche und zwei Laufkäfer.
Unten in der Spalte steht auf dem Boden weiterhin Lehm an, so, daß man weiter nach unten graben kann.Inzwischen sieht man aber auch auf drei Seiten horizontale Fortsetzungen, die mit Lehm und Steinen gefüllt sind und denen man nachgraben könnte.
Wir haben uns aber erst mal für die vertikale Richtung entschieden, denn wir wollen ja vor allem die Fortsetzung in die Tiefe finden.

Als es am Abend dunkelte, kündete uns ein Käutzchen mit seinem nahen Ruf den Feierabend, den wir dann zu einem gemeinsamen Abendessen nutzten.

Fotos: Gabriele Bitzer, Katharina Bitzer, Georg Bitzer